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Diverses

Gute Neuigkeiten von comPlan

Seit September ist Daniela Thalmann die neue Geschäftsleiterin von comPlan - und sie hat gute Neuigkeiten: Dank dem guten Anlagejahr wird unser Altersguthaben für das Jahr 2021 mit 3.5% statt nur mit 1.0% verzinst. Im Interview erzählt Daniela, warum und wie es um unsere Pensionskasse steht.

 
 
comPlan verzeichnet ein sehr gutes Anlagejahr. Was bedeutet dies für die Mitarbeitenden?

Ja, das stimmt - dank einer robusten und breit diversifizierten Anlagestrategie konnte bis Ende Oktober 2021 eine Anlagerendite von 7.9% verzeichnet werden. Die finanzielle Lage von comPlan wird dadurch weiterhin gestärkt - und der Deckungsgrad verbessert sich im Vergleich zum Vorjahr (31.12.2020: 111.8%) erneut. Deshalb hat der Stiftungsrat an der Sitzung vom 30. November 2021 einstimmig beschlossen, dass das angesparte Altersguthaben der aktiven Versicherten für das Jahr 2021 mit 3.50% verzinst wird. Das liegt deutlich über dem vom Bundesrat vorgegebenen BVG-Mindestzinssatz von 1% für die Verzinsung des obligatorischen Guthabens. Die Verzinsung erfolgt umhüllend auf dem gesamten Altersguthaben, das heisst sowohl für den obligatorischen als auch für den überobligatorischen Teil des jeweiligen Guthabens.

 

Du bist seit September bei comPlan, was hat dich motiviert, die Leitung zu übernehmen?

Die berufliche Vorsorge ist nebst der AHV ein zentrales Element für die Finanzierung unseres dritten Lebensabschnittes. Als Geschäftsführerin kann ich mit meinem Team einen wichtigen Beitrag zur Entwicklung der beruflichen Vorsorge der Versicherten von comPlan leisten. Und nebst den spannenden Fragestellungen rund um die berufliche Vorsorge bietet sich mir auch die Chance, mich persönlich und beruflich weiterzuentwickeln.

 

Mit deinem Aussenblick: Wie gut steht comPlan im Vergleich zu anderen Pensionskassen da?

comPlan ist im Vergleich zu anderen Pensionskassen finanziell sehr gut aufgestellt. Neben einem sehr motivierten Team überzeugt comPlan mit hohen Anlagerenditen und überdurchschnittlichen Vorsorgeleistungen. Auch beim Vergleich mit den administrativen und Vermögensverwaltungskosten anderer Vorsorgeeinrichtungen kann comPlan sehr gut mithalten. Effiziente Abläufe und eine schlanke Organisation sind die Basis, um die Verwaltungskosten, welche übrigens vollumfänglich von comPlan finanziert werden, weiterhin tief zu halten.

 

Was sind die grössten Herausforderungen für comPlan?

Das historisch tiefe Zinsniveau - und die hohe Lebenserwartung. Das immer noch anhaltende Niedrigzinsumfeld bewirkt, dass die erwarteten künftigen Renditen tiefer ausfallen werden als in der Vergangenheit. Der Anstieg der Lebenserwartung stellt im Hinblick auf die finanzielle Gesundheit von comPlan ebenfalls eine grosse Herausforderung dar. Bleiben Pensionsalter und Rentenhöhe unverändert, steigt mit den zusätzlichen Lebensjahren das Risiko, dass das während des Erwerbslebens angesparte Altersguthaben nicht mehr für die gesamte Rentenbezugsdauer ausreicht. Steigt die Lebensdauer, fehlt comPlan das notwendige Kapital. Dadurch entsteht eine ungewollte Finanzierungslücke, welche die heutigen aktiven Versicherten zu tragen haben. Das gilt es künftig zu vermeiden.

 

Swisscom hat viele Pensionierte und im Vergleich dazu eher wenige Mitarbeitende, von denen das Geld an die Rentenbeziehenden fliesst - kann das auf die Dauer gutgehen?

Im Gegensatz zur AHV (erste Säule), die auf dem Prinzip der Solidarität und Umverteilung basiert, ist die ursprüngliche Idee der beruflichen Vorsorge (zweite Säule), dass man für sich selber spart. Man kann die Pensionskasse somit auch als persönliches Sparkonto bezeichnen. Zum Zeitpunkt der Pensionierung wird das angesparte Altersguthaben mit dem zum Zeitpunkt der Pensionierung gültigen Umwandlungssatz in eine lebenslange Rente umgewandelt oder – falls gewünscht - in Kapitalform ausbezahlt.

 

Trotzdem hat sich über die Jahre eine Umverteilung von den aktiven Versicherten zu den Rentenbeziehenden eingeschlichen. Die Gründe sind die Aussichten auf tiefere Erträge der Vermögensanlagen im Niedrigzinsumfeld, die steigende Lebenserwartung, die zunehmende Zahl von Pensionierten, das zu niedrige und fixe Rentenalter und die zu hohen Renten. Die Realität stimmt somit nicht mehr mit den Annahmen überein, welche die Pensionskassen getroffen haben. Mit dem aktuell gültigen Umwandlungssatz wird das angesparte Alterskapital in eine lebenslängliche Rente umgewandelt. Ist der Umwandlungssatz zu hoch, entsteht eine Finanzierungslücke, die es zu stopfen gilt. Demzufolge müssen die aktiven Versicherten auf einen Teil der Renditen verzichten, denn diese wird zuerst verwendet, um das fehlende Deckungskapital der Rentenbeziehenden zu äufnen. Dieser Umstand führt zu einer ungewollten Umverteilung.

 

Hier müssen wir als Pensionskasse unsere Hausaufgaben rechtzeitig anpacken. Das kann leider auch zu unpopulären Entscheiden führen, wie z.B. die Senkung des Umwandlungssatzes.

 

Was ist dir wichtig für die Zukunft von comPlan? Welche Impulse möchtest du geben?

Wichtig sind mir zufriedene Kundinnen und Kunden - seien es aktiv Versicherte oder Rentenbeziehende. Gleichzeitig soll comPlan auch in Zukunft eine gesunde und finanziell stabile Pensionskasse sein, welche die versprochenen Leistungen ausrichten kann. Dafür stehen wir bei comPlan ein - und wir nehmen die Anliegen und Bedürfnisse unserer Kund*innen ernst. Vertrauen gewinnen wir nur, wenn wir zeitgerecht und transparent informieren. Was können wir für euch tun? Das Team von comPlan steht für Fragen jederzeit gerne zur Verfügung.

 

Eugen Stermetz, CFO und Mitglied des Stiftungsrates comPlan:

"comPlan hat in den letzten Jahren sehr gute Anlagerenditen erwirtschaftet, ihre Verpflichtungen mit grosser Umsicht gestaltet und ist somit heute finanziell solide aufgestellt. Dank diesem soliden Fundament in Kombination mit einer erfreulichen Entwicklung der Kapitalmärkte im 2021 können wir eure Altersguthaben mit 3,5% sehr attraktiv und deutlich über dem obligatorischem Minimum verzinsen. Herzlichen Dank an die comPlan Geschäftsführung und die Kolleg*innen im Stiftungsrat für die umsichtige Führung unserer Pensionskasse."